Nürnberg, 28. Januar 2026. Der eingetragene Verein CiA (CAN in Automation) hat den Arbeitskreis 48-V-Transceiver-Testing gegründet. Er entwickelt technische Spezifikationen für CAN- und LIN-Netzwerke, die in 48-V-Spannungsversorgungssystemen einsetzbar sind. Dies schließt insbesondere auch entsprechende Testspezifikationen ein.
Die Automobilindustrie wird zukünftig Personenkraftwagen mit 48 V betreiben. Der Vorteil: Man kann die Leitungsquerschnitte der Spannungsversorgung reduzieren und somit Gewicht einsparen. Auf der anderen Seite muss man jedoch die Spannungsfestigkeit der fahrzeug-internen Netzwerke erhöhen. Man muss zudem den Verlust der Masse berücksichtigen. Dies bedeutet, dass die PHYs, System-Base-Chips und Transceiver Kurzschlüsse unbeschadet überstehen müssen.
Die geplanten CiA-Spezifikationen werden die bestehenden Normen (ISO 11898-2 für CAN und ISO 17987-4 für LIN) erweitern. Außerdem sind Testspezifikationen für 48-V-Kurzschlüsse und Verlust der Masse geplant. Der CiA-Arbeitskreis wählte Marko Moch von Cariad (ein Mitglied der VW Group) zum Vorsitzenden.